Anfang Mai habe ich euch darüber informiert, dass mein süßer weißer Captain America angeschossen wurde. Siehe Beitrag: „Wir müssen zum Tierarzt“

Nun ist schon einige Zeit vergangen und ich wollte euch mal ein bisschen informieren wie es ihm geht, wie er sich mit 3 Beinen tut und ob die Polizei etwas raus gefunden hat.

Der „Unfalltag“

Nachdem ich damals Captain America in die Tierklinik gebracht habe, war ich noch voller Hoffnung, dass die Pfote noch zu retten ist. Ein Anruf von der Chirurgin zerstörte aber die Hoffnung sehr schnell. Das Gelenk war leider so sehr beschädigt, dass nur eine Totalabnahme sinnvoll war. Ich war natürlich geschockt, natürlich. Ok eigentlich musste ich heulen bei dem Gedanken, dass mein süßer Wollknäuel in Zukunft nur mehr mit 3 Beinen rumlaufen muss. Auch jetzt wo ich das niederschreibe zieht es mir noch das Herz zusammen.

Wie würde Captain damit umgehen? Wird er sauer auf mich sein? Werden Tony und Prinz es akzeptieren? Fragen über Fragen schossen mir durch den Kopf. Wie sich später herausstellen wird, alle umsonst. Aber davon später mehr.

Ich setzte alle Hebel in Bewegung. Der Täter musste erwischt werden oder zumindest gewarnt werden dass er sich hier mit der falschen angelegt hat. Ich habe es also ausgenutzt, dass ich bei der Zeitung arbeite. Und schon am selben Tag gab es online einen Bericht darüber. Am nächsten Tag dann auch in de Printzeitung. Natürlich habe ich auch die regionalen Zeitungen angeschrieben um sicher zu gehen, dass es so viele Menschen wie möglich erreicht und so viele Katzenbesitzer gewarnt werden.

Bericht in der Zeitung
Bericht in der Zeitung

Am selben Abend habe ich natürlich Captain noch in der Klinik besucht. Ich wollte mich selbst davon überzeugen wie es ihm geht. Der Anblick war allerdings nicht so schön. Er lag dort mit seinen 2 verschieden farbigen Augen und schaute mich traurig an. Und schon wieder schossen mir die Tränen in die Augen. Ich schwor ihm, ich würde denjenigen finden der ihm das angetan hatte.

Captain America nach der OP
Captain America nach der OP

Dementsprechend ging es danach, mit einem Teil der Kugel die die Chirurgin aus der Wunde gefischt hatte, zur Polizei um Anzeige zu erstatten. Die waren selbst überrascht, dass es wirklich Leute gibt die auf Tiere schießen. Leider haben sie mir gleich mitgeteilt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist diejenige Person zu finden. Aber zumindest habe ich den Schritt gemacht und es angezeigt auch wenn es gegen unbekannt war.

Teil der Kugel
Teil der Kugel

„Der Tag danach“

Am nächsten Tag konnte ich dann Captain endlich nach Hause holen. Vom Arzt wurde ihm verschrieben, er soll sich ruhig verhalten und sich wenig bewegen und rum tollen. Genau, bring das mal einer Katze bei 😉

Tony und Prinz haben ihn am Anfang gar nicht beachtet. Nur Tony fauchte ihn kurze Zeit später mal an. Aber ich denke das lag an dem Trichter den Captain tragen musste um nicht an der Wunde lecken zu können. – Den haben wir übrigens bald mit einem Socken ersetzt weil dieser Trichter ihn extrem eingeschränkt hat. Er konnte weder ordentlich fressen noch sich an anderen Stellen putzen.

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„Heute“

Alles in allem nahm er es sehr gut auf, er war weder böse auf mich noch haben die anderen beiden Katzen komisch darauf reagiert. Natürlich habe ich anfangs immer ein Auge auf ihn gehabt weil ich einfach Angst hatte aber mittlerweile hat sich selbst das gelegt.

Nachdem er die Nähte entfernt bekommen hat, durfte er auch wieder ohne Beobachtung raus und er hat es gleich in vollen Zügen genossen. Jetzt knapp 1 Monat später ist er zur Hauskatze geworden. Man muss ihn förmlich dazu zwingen raus zugehen. Er verbringt lieber den ganzen Tag drinnen und will zu jeder Gelegenheit mit jemanden kuscheln.

So, das war ein Update zu unserem Captain America. Ich hoffe euch hat dieser Beitrag gefallen.

xoxo

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