Der Magen zieht sich zusammen und du bekommst automatisch schlechte Laune, wenn du nur an die Arbeit denkst? Dich plagen Unwohlsein und vielleicht sogar schon gesundheitliche Probleme wie Panikattacken oder Übelkeit? Dann kann es durchaus sein, dass dich dein Job krank macht.

Doch was kann man dagegen tun? Ist die wirklich einzige Alternative ein neuer Job?

Bevor ich meinen letzten Job gewechselt habe, hatte ich vor allem eines: gesundheitliche Probleme.

Ich litt an Panikattacken, hatte schon früh morgens Durchfall und Magenprobleme. Ich rannte von einem Arzt zum anderen und hab mich den verschiedensten Untersuchungen unterzogen. Ein Ergebnis dafür gab es leider keines.

Es dauerte fast 1 Jahr, bis ich begriff, dass mein Job daran schuld war. Mein Job machte mich krank.

Akzeptanz

Akzeptanz

Erst die Akzeptanz, dass dies auch wirklich der Grund dafür war, war der erste Schritt zur Besserung. Ich befasste mich mit mir selbst und damit, was denn genau die Ursache dafür war. Und Schritt für Schritt und mit immer mehr Akzeptanz, dass dies der Grund war, wurden meine Probleme weniger.

Darüber reden

Wenn man mit Bekannten oder Freunden darüber redet, wird man oft dafür belächelt. „Der Job macht dich krank? – So ein Schwachsinn, du willst doch nur nicht arbeiten.“ – Ja auch solche Dinge musste ich mir anhören. Doch ich fand auch Verbündete. Leute, denen es genauso ging. Wie auch in allen anderen Lebensbereichen, hilft reden wahnsinnig viel. Und was gibt es besseres, als mit jemanden zu reden, der dich versteht und der deine Probleme so gut nachvollziehen kann?

Konsequenzen ziehen & Abstand nehmen

Konsequenzen

Auch wenn mir Anfangs der Punkt „Akzeptanz“ wahnsinnig viel geholfen hat, wusste ich, dass es keine Dauerlösung war. Ich musste etwas ändern und Konsequenzen ziehen. Ich reduzierte meine Arbeitszeit auf 34 Wochenstunden. Durch das Pendeln verlor ich sehr viel Lebenszeit, die ich einfach für mich brauchte. Die Zeit brauchte ich um Abstand zu gewinnen und mir bewusst eine Auszeit zu nehmen.

Nach meinem Jobwechsel, der auch mit meinen gesundheitlichen Problemen zu tun hatte, arbeite ich immer noch 34 Stunden. Warum? Weil mir meine Gesundheit zu wichtig ist!

Ein Job ist nie so viel wert wie eure Gesundheit! Vergesst das bitte nie!


Habt ihr auch schon mal mit gesundheitlichen Probleme auf Grund eures Jobs zu kämpfen gehabt?

Julia

– Pics by the amazing Hungry Bear Photography

26 Comments

  1. oh meine Liebe, ich kann die SO GUT verstehen!!! zwar habe ich darüber noch nicht so viele Worte verloren, aber auch ich habe meinen vorherigen Job gehasst und deswegen angefangen wieder zu studieren …

    viele Menschen scheinen das ja einfach so hinzunehmen und ertragen zu können, aber da war ich auch nie der Typ für. wie sagt man so schön: The first cut is the deepest! aber es hilft 🙂

    komm gut in die neue Woche und liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  2. Mir selbst ging es zum Glück noch nicht so. Genau Gesundheit ist mehr wert und wichtiger als alle Jobbs der Welt.

    Lg aus Norwegen
    Ina

  3. Erst ein Mal: Coole Haarfarbe 😉
    Ich hatte zwar noch nicht die Situation, dass mich mein Job krank gemacht hat. Allerdings war ich auf dem besten Wege dorthin, da mich ein neuer Job einfach nicht ausgefüllt hat und mir keinen Spaß gebracht hat. Mit immer größerer Unlust ging ich ins Büro und habe dann glücklicherweise rechtzeitig die Notbremse gezogen. Das war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben!

    Beste Grüße,
    Emilie
    LA MODE ET MOI

  4. Ich persönlich hatte zum Glück noch nicht diese Erfahrung gemacht, aber mein Bruder hatte vor ein paar Jahren Burn-out und das ist wirklich alles andere als lustig 🙁

    Es ist so wichtig einen Job zu haben, der einen glücklich macht – meistens jedenfalls 😉

    Alles Liebe
    Nina

  5. Hmm so ging es mir damals während meiner Ausbildung…ich war froh als ich dort fertig war und habe danach gleich mein ABi gemacht….jetzt arbeite ich nebenher in einem Büro und dort gefällt es mir echt super gut. Darüber zu reden finde ich das wichtigste….das tut einfach echt gut 🙂

  6. Liebe Julia

    Über dieses Thema musste ich auch gerade heute mit meinem Mann sprechen, aber nicht, weil er seine Arbeit nicht mag, sondern weil er einfach zuviel für den Arbeitgeber macht!!!

    Danke Dir für den tollen Bericht, habe ich sehr gerne gelesen!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

    • Ja auch das kann auf kurz oder lang zuviel für die Gesundheit werden. Man muss sich früh genug klar werden, was zu viel ist und was nicht mehr gut für einen ist.

      Ich hoffe, ihr findet eine Lösung!

      Alles Liebe!

  7. Hi,

    ein schöner Artikel. Ich rate wirklich jedem möglichst schnell die Notbremse zu ziehen!

    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Wochenstart und grüße Dich von meinem Lieblingsleseplatz aus ganz herzlich,
    Verena.

  8. Boa, wenn ich solche Aussagen schon höre „du willst doch bloß nicht arbeiten!“… Als wenn du dir das einbildest oder ausdenkst, dass es dir kacke geht!? Ich hab nach ca. 5 Jahren im Büro entschlossen, dass das nicht meins ist, hab gekündigt und eine zweite Ausbildung gemacht. Jetzt bin ich überglücklich und werde ggf. noch studieren – einfach weil ich Spaß dran hab! Und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste!

  9. Ich denke erst die Akzeptanz und dann auch das darüber reden sind nicht gerade einfach und können je nach Typ Mensch unterschiedlich lange dauern. Und wie du sagst: Gesundheit geht immer vor, auch wenn wir das oft vernachlässigen!

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com
    PS: mein neuer Hundeblog ist online: thepawsometyroleans.com

  10. wiefindenwiresgmailcom Reply

    Ich kenne dieses Gefühl gut, leider bin ich jetzt in einem Alter, wo man nicht mal eben so wechselt, sondern sich langsam auf die Rente freut… Ich hatte aber wenigstens 25 Jahre einen Traumjob. Dann gab es Strukturveränderungen… Du hast alles richtig gemacht!
    LG Antje

  11. Ich kann deine Situation richtig gut nachvollziehen. Mich machte meine Ausbildung krank, weshalb ich das 2. Lehrjahr wiederholen musste und letztendlich kurz vor dem 3. Lehrjahr die Ausbildung beendet habe (weil ich aufgrund der Krankheitstage nicht zum Examen zugelassen wurde). Im Nachhinein hätte ich es wohl zwar durchziehen sollen, dennoch studiere ich nun das was ich liebe und bin froh wie alles gekommen ist 🙂

    Liebe Grüße
    Carry

  12. annettmaschke Reply

    Es ist wichtig sich im Job wohlzufühlen. Natürlich kann nicht immer alles mega toll sein, aber wenn man über Wochen hinweg lustlos ist, ja sich sogar krank fühlt wenn man nur an die Arbeit denkt, dann ist es Zeit zu handeln. Ich war einmal kurz davor abzurutschen, da es nur noch Stress gab. Es war jeden Tag ein Kampf arbeiten zu gehen und Beruhigungstabletten an der Tagesordnung. Bringt aber unterm Strich auch nicht wirklich was.

    Gruß
    Annett

  13. Je älter man wird, desto mehr wird einem klar, dass Gesundheit tatsächlich viel wichtiger ist, als jeder Job. Mit jemandem über seine Probleme reden zu können, finde ich auch sehr wichtig.

  14. First of all: Mega Fotos! Ich bin einfach ein Fan von deiner Haarfarbe😍

    Zweitens: Ein ganz toller Beitrag zu einem ganz wichtigen Thema! Viel zu viele Menschen quälen sich durch ihren Job und erkennen oft erst viel zu spät, dass dieser sie letztendlich sogar krank macht! Ich verstehe aber, dass es schwer ist, einfach den Job zu schmeißen und sich zu überwinden, einen neuen Weg einzuschlagen!

    Das du dir anhören müsstest, dass du nur nicht arbeiten willst, finde ich wirklich schlimm!😣

    Umso bewundernswerter, dass du es dennoch geschafft hast, den Mut aufzubringen und etwas zu ändern.

    Deine Tipps finde ich toll und wirklich hilfreich für alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden!

    Liebe Grüße und dir einen schönen Wochenstart, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

  15. Ich kenne diese Situation, ich hatte auch mal einen Job, der mich krank gemacht hat. Es hat eine Weile gedauert, bis ich es gerafft habe und habe schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Die meisten Menschen im Umkreis schüttelten nur den Kopf. Aber egal. Ich arbeite um zu leben, ich lebe nicht, um zu arbeiten.

    LG, Bea.

  16. Bei mir war es immer der Magen. Wenn man in den Spiegel geschaut hat und ehrlich ist, alles was an einem selbst liegen mag verändert hat, sich aber nichts ändert, muss man sich anderswo umschauen. Leider ist das ab 50 sehr schwer.

  17. Hi! Finde dieses Thema total interessant. Hatte auch mal Probleme wegen Stress und so, bei mir macht sich der Magen dann bemerkbar aber gott sei dank war das bisher nur phasenweise und eigentlich nur sehr stark von mir selbst und meinem Druck abhängig. Von außen kam da gott sei dank kaum was…aber gut, da ist ja auch jeder anders und kann anders mit sowas umgehen. Über dieses Thema sollte viel mehr gesprochen werden! Danke, dass du es tust! Und wichtig, das sollte man auch nicht vergessen sind die Auszeiten, die man sich selbst gönnen muss…ich verschwinde auch öfter mal in dem immobilienkauf gardasee meiner Eltern…einfach mal ne Auszeit und Zeit nur für sich und seine Gedanken…soo wichtig! Mach dir noch einen schönen Tag! LG, Nora 😉

    • Hallo Nora!

      Danke für deinen Kommentar! Du hast recht, Auszeiten nehmen ist auch total wichtig und sollte ebenfalls nicht vergessen werden.

      Alles Liebe!

  18. Liebe Julia,
    ganz genau das gleiche hier. Vor einigen Jahren war es sogar so schlimm, dass ich um 5:00 morgens die Rettung holen musste. Ich dachte, ich sterbe jeden Moment. 🙁 Diagnose: akute Belastungsreaktion. Zum Glück hatte ich damals schon gekündigt. Habe viele Jahre lang dann an mir gearbeitet, eine Ausbildung gemacht. Heute bin ich sehr glücklich in meinem Job, liegt aber nicht zuletzt daran, dass ich alle meine Lieblingsbereiche abgedeckt habe: Beruf, Krativität & Familienleben. Finde es sehr wichtig, etwas zu finden, was einem riesigen Spaß macht!
    Alles Gute noch für dich und deinen Weg! 🍀
    LG Melanie

  19. Ein interessantes Thema hast du aufgegriffen.
    Bei meinem Sohn war das auch der Fall und nun hat er den Job gewechselt und es geht ihm wieder gut.
    Er ist wie ausgewechselt.
    Leider wird so etwas von vielen immer noch belächelt und abgetan.
    Stell dich nicht so an.. ist da noch das harmloseste. Leider..
    Und dein letzter Satz ist wirklich wahr und den sollte jeder beherzigen.

    LG Sabana

  20. Pingback: Viime Kuu: Dream. Plan. Do. - MissFinnland

  21. Ich glaube ich habe noch nie einem Beitrag gelesen der so gut passt! Ich liebe meine Tätigkeit- aber ich hasse meinen Job und den Druck der dahinter steht. Auch ich bin jahrelang von Arzt zu Arzt gerannt und niemand wusste weshalb mir immer schlecht war, ich ohnmächtig wurde und nicht mehr fahren kann. Das hat mir erst meine Psychologin erklärt.
    Aber habe ich die Situation geändert? Noch nicht. Unser Ausweg scheint Kind nr 2 zu sein aber mit dem Stress schaffe ich es nicht schwanger zu werden. Und ich wette wenn ich den Job kündige und woanders hingehe werde ich schwanger- und stehe ohne Job da.
    Schon schrecklich wie unser ganzes Leben nur noch von Arbeit bestimmt wird!

  22. Ich muss sagen ich bin erleichtert das es auch anderen Menschen so geht wie mir.
    Ich fühle mit dir und kenne die Symptome.
    Bei mir war der Auslöser die neue Berufsschule mit 3000 Schülern…ich bin morgens vor Bauchschmerzen und co. nicht aus dem Bett gekommen.
    Habe mich bei Ärzten vorstellig gemacht…und wurde immer nur belächelt.
    Mittlerweile hat sich das so tief in mir eingebohrt das ich seit 2 Jahren die Diagnose “Psychosomatische Störung“ habe und 1 Jahr davon schon Schul/Arbeitsunfähig bin.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht.
    Danke für deine Offene Art und Weise.

    Liebe Grüße,
    Noah von http://noahjoels.com/ u. Instagram: https://www.instagram.com/noahjoels/

  23. Ich pendele gerade auch und merke, dass es echt an den Nerven reibt. Erst denkt man sich „Ach die drei Stunden am Tag sind es mir wert“, aber oftmals sind genau die drei Stunden die Zeit, die einem fehlen, um zu entspannen. Weniger als 40 Stunden zu arbeiten finde ich übrigens auch vollkommen in Ordnung und würde es auch immer einer Vollzeitstelle vorziehen. Solange man mit dem Geld auskommt, gibt es dabei doch absolut kein Problem. Schade, dass es immer noch viele Leute gibt, die sowas als faul ansehen.

    Liebe Grüße
    Hanna von Written In Red Letters

  24. Oh je, ich kenne auch zwei Mädels persönlich, die richtig krank geworden sind durch ihren Job. Es ist schön zu lesen, dass es dir bewusst geworden ist und du auch den Mut hattest, an deiner Situation zu ändern. Ich sage ja immer, man kann andere nicht ändern sondern nur sich selbst 🙂
    Ich persönlich arbeite auch keine 40 Stunden mehr weil mir die Freizeit einfach wichtiger ist – Freizeit, in der ich mich um mich selbst kümmern kann.

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

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