Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass die Wanderung so anstrengend wird, hätte ich sie erst gar nicht angetreten. Aber wenn ich im Nachhinein so darüber nachdenke, war es jede Schweißperle wert.

Genau so hab ich mich gefühlt, als wir an unserem ersten Urlaubstag auf die Silberkarklamm bzw. besser gesagt zum Silberkarsee gewandert sind. Den diese Wanderung hatte alles andere als mit einem Spaziergang zu tun.

Von der Klamm zur Hütte

Die Silberkarklamm liegt in der wunderschönen Steiermark und ist üblich wie bei anderen Klammen, einfach ein Naturspektakel. Vor allem für Familien oder größere Gruppen ist das Gebiet ein ideales Ausflugsziel.

Zusätzlich konnte man noch, ist man richtig ausgerüstet, auch noch den Klettersteig bezwingen. Für mich undenkbar, meine Höhenangst würde wohl schon beim Anlegen des Klettergurtes in Kraft treten.

Dennoch war es auch ohne Klettersteig wieder beeindruckend was die Natur alles geschaffen hat. In ca. 45 Minuten waren wir mit der Klamm durch und erreichten die Silberkarhütte.

Vinkii:
Wanderlust: Wildromantische Wörschachklamm
Wanderlust: Nach Muggendorf zur Steinwandklamm
Der steile Anstieg zur Stangalm und weiter zum See

Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir nun weitergehen oder wieder umkehren. Wir waren hier auf Wanderurlaub, das sollte natürlich auch ausgenutzt werden.

Also ging es direkt weiter auf den Wanderweg Richtung Guttenberghaus. Was unser eigentliches Ziel war, haben wir zu dem Zeitpunkt noch nicht festgelegt. Wir schauten einfach mal wo uns der Weg hinführt und wie weit unsere Kräfte reichten.

Und meine Kräfte waren bald am Ende, denn der Anstieg war wirklich alles andere als einfach und ist für ungeübte Wanderer und jene, die nicht mit dem richtigen Schuhwerk ausgerüstet sind, nicht geeignet. Ebenfalls zu empfehlen ist es, gerade im Sommer, sich ausreichend einzucremen und viel Wasser dabei zu haben. Denn auf den Weg zum See, gibt es zwar eine Hütte, die wird aber nicht bewirtet.

Der Ausblick war jede Schweißperle wert!

Die Wanderung zum See war mit 2 Stunden berechnet und jeder Schritt weiter nach oben, war für mich die Hölle. Jetzt kann ich auch irgendwie verstehen, warum der zweite Name des Silberkarsees auch Höllentalsee ist.

Sobald wir die Abzweigung Richtung See erreicht hatten, erinnerte mich alles an das Auenland von Herr der Ringe und irgendwie war die Qual bis hier hin auch gleich vergessen. Denn nur kurze Zeit später raubte mir der Ausblick zum See einfach nur den Atem.

Der See schimmerte im wunderschönen Grün und Blautönen würde man es nicht besser wissen, könnte man fast glauben, es wäre eine kleine Bucht auf einer spanischen Insel.

Jede einzelne Schweißperle war sofort vergessen und am liebsten wäre ich nur all zu gern in den See gesprungen. – Hätte ich nicht meine Badesachen vergessen.

Ps: Meine Trainingsuhr hat übrigens nach dieser Wanderung einen Kalorienverbrauch von 2886 angezeigt. Ich glaube es hat sich ausgezahlt!

7 Comments

  1. Omg… wie wunderschön! Deine Fotos sind immer so toll!
    Ich war ewig nicht mehr wandern, hätte es glabue ich nicht durchgestanden. Gibt es dort auch Lift? Oder Alternativen? Aber die Aussicht bzw. die Fotos sind ja ein Traum! Und der Kalorienverbrauch – WAHNSINN!

  2. Haha ich kann dich so gut verstehen. Ich kenn die Silberkarklamm und die Wanderung zum See selber auch und wie ich das erste Mal rauf bin, ist es mir genauso gegangen. Die ist schon gut anstrengend aber das kurzzeitige „Probesterben“ auf jeden Fall wert. 🙂
    GLG, Andrea
    Pebbles and Blooms

  3. jaaa das glaube ich gerne, dass dieser wahnsinns Ausblick für die Anstrengungen entschädigt – hehe und wohl auch der Blick auf deinen Chronometer 😀

    wenn ich deinen Beitrag so lese und noch dazu die schönen Fotos sehe, hätte ich auch größte Lust mal wieder wandern zu gehen! vl im Herbst, wenn es doch etwas kühler wird 🙂

    tolle Inspiration meine Liebe! liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  4. Ich kann dich so gut verstehen. Aber der Blick scheint wirklich unglaublich schön zu sein – dafür hat es sich wirklich gelohnt.
    Liebe Grüße,
    Tama ❤

  5. Pingback: Viime Kuu August: And all in once, summer collapsed into fall - MissFinnland

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